Posted on Oktober 31, 2024
dehoam is dehoam
Seit ca. 2 Stunden sind wir wieder hier in Lindenberg. Unsere erste „Heimkehr“ nach einem (echten) Urlaub. Und tatsächlich: es hat sich für mich wie ein Nachhausekommen angefühlt. Damit bin ich jetzt wohl ganz offiziell ein „Allgäuer Kurpfälzer mit Kölsch-Hintergrund“.
Zur Fahrt: die endete, wie sie begann: in der dicken Suppe. Dazwischen lag allerdings ausschließlich Kaiserwetter, traumhafte Alpenpanoramen und knackige Kehren. Ok, nicht ganz ausschließlich: da war auch noch das Inntal, die Straße gewordene Hölle für all die Sparbrötchen, die die österreichische Maut prellen wollen – aber auch das haben wir geschafft. Birgit, zum Glück, größtenteils im Schlummer-Zustand, so musste ich mich nicht rechtfertigen, daß mir die Vermeidung dieses 140 km Stop and Go die aufgerufenen 10 EUR nicht Wert waren. Aber man(n) hat schließlich seine Prinzipien.
Leider ist es mir doch nicht gelungen, mich in’s Ötztal zu verfahren und diesen Irrtum erst in Rom zu bemerken. Stattdessen ging’s ganz brav nach Imst und von dort über’s Hahntenjoch ins Lechtal. Das Wetter machte auf jeden Fall Spaß, die Kehren auch. Wobei: auf 2 Rädern, oder zumindest mit unserem Elektro-Vehikel, hätte die Kurvenräuberei sicher 16 bzw. 8% mehr Spaß gemacht als mit unserem Klein-LKW. Dafür empfand ich eine tiefe innere Entspanntheit: weder musste ich mir über unmotiviertes Verlassen der Fahrbahn (mit anschließendem ADAC-Transport für Ross und Reiter, Operation und Krankengymnastik), noch um unmotiviertes Liegenbleiben fernab der nächsten Steckdose Gedanken machen.




Zuhause erwartete uns zwar ein eher frostiger Empfang, der das Zuhause-Gefühl aber nicht wirklich zu mindern vermochte. Außerdem bollert der Kessel mittlerweile ordentlich und so langsam dringt eine Anmutung von Wärme in unsere Glieder.
Roundup zu gestern: ersten kommt es anders … Schade, das fest von mir eingeplante Abschieds-Schnitzel war uns (mir) nicht vergönnte. Das erste angefahrene Lokal hatte genau so geschlossen wie das zweite zu. Das dritte hingegen hatte einen außerordentlichen Ruhetag. Außerdem war mittlerweile auch die gesetzliche Ladenschlusszeit (19:15 Uhr – wer kommt denn bitte auf sowas?) verstrichen.
Schlecht: wir waren hungrig. Sehr schlecht: wir hatten nichts mehr zum Kochen in der Unterkunft. Am schlechtesten: darunter litt zeitweise auch die partnerschaftliche Umgangsform.
Was bleibt uns in unserer Verzweiflung? Etwa doch zum Schachtelwirt?
… und zweitens als man denkt! Gut: die Öffnungszeit für an Tankstellen angeschlossene Läden ist 20:00 Uhr. Sehr gut: das Angebot dieser Verkaufsstellen ist einigermaßen akzeptabel, die Preise übrigens auch. Am besten: wir können auch mit bescheidenen Mitteln ein Mahl zaubern, das Bauch und Seele füllt und uns eventuelle Zwistigkeiten vergessen lässt.



